Rund um die Uhr


  • Wann steht auf einer NOMOS-Uhr Made in Germany, wann nur Germany?
    Die Aufschrift Made in Germany stand von Mitte 2003 an auf unseren Modellen. Mit der Umstellung auf die selbst gebauten Werke haben wir Anfang April 2005 auch den Schriftzug auf dem Zifferblatt in das kürzere Germany geändert. Diese knappe Aufschrift wurde jedoch wieder zu Made in Germany, einfach weil es doch ein wenig schöner klingt. Inhaltlich also gibt es keinen Unterschied.
  • Ist der Begriff Glashütte geschützt?
    Ja. Und wie. Nicht jeder, der in Glashütte seinen Firmensitz hat, darf Glashütte auf seine Uhren schreiben. Nach mehreren Gerichtsverfahren darf nur derjenige diesen Standortnamen benutzen, der mindestens 50 Prozent der Wertschöpfung am Werk in Glashütte leistet. Das hilft allen: Dem Ort Glashütte sichert diese Regelung Arbeitsplätze, Ihnen als Kunden garantiert sie höchste uhrmacherische Qualität, deren Tradition wir uns verpflichtet fühlen. NOMOS Glashütte konstruiert, entwickelt und baut vor Ort eigene Werke, und die Fertigungstiefe von NOMOS-Kalibern beträgt weit mehr als die geforderten 50, nämlich bis zu 95 Prozent.
  • Was ist das Swing-System?
    Das Swing-System, oder auch Assortiment, Reglage, Hemmung, ist das Herz einer mechanischen Uhr und besteht aus Unruh, Spirale, Ankerrad und Anker. Es gibt den Takt an und sorgt dafür, dass die Uhr genau geht. Dass NOMOS Glashütte nun in der Lage ist, ein eigenes Swing-System zu fertigen, gilt als Unabhängigkeitserklärung für die Manufaktur und als ganz große Kunst in der Welt der feinen Uhren.
  • Arbeitet das Swing-System in allen NOMOS-Modellen?
    Zukünftig schon. Das NOMOS-Swing-System tickt zunächst in den Modellen mit Gangreserveanzeige und wird nach und nach in alle bestehenden Modelle integriert.
  • Kann ich das Swing-System nachträglich in meine Uhr einbauen lassen?
    Die Nivarox-Hemmung, die wir bisher in unseren Modellen verbaut haben und noch immer verwenden, ist von sehr guter Qualität und sorgt für optimale Gangergebnisse. Sofern keine Beschädigung der einzelnen Teile vorliegt, wird die bestehende Hemmung nicht durch das neue Swing-System ersetzt. NOMOS Glashütte wird dieses neue Assortiment nach und nach in alle Werke einbauen.
  • Wie lange dauert es, bis eine Uhr gebaut ist?
    Dies ist gar nicht einfach zu sagen. Werden neue Modelle entwickelt, so vergehen von der ersten Idee bis zur fertigen Uhr viele Jahre. Bestehende Modelle durchlaufen verschiedene Produktionsstufen, ihre Teile werden einzeln gefertigt, montiert, reguliert, mehrfach geprüft. All dies braucht viel Zeit. Und erst wenn wir sicher sind, dass wirklich alles perfekt ist, darf die Uhr unser Haus verlassen. 
  • Wie werden NOMOS-Uhren reguliert?
    Bevor sie NOMOS Glashütte verlassen, werden alle Uhren gründlich auf den Kopf gestellt – und nicht nur das: In sechs unterschiedlichen Lagen testen die NOMOS-Regleure über mehrere Tage hinweg, ob eine jede einzelne Uhr auch exakt tickt.
  • Wie genau geht meine Uhr?
    Sehr genau. NOMOS-Uhren erreichen oft Werte, die sogar besser sind als jene, die für Chronometer gelten. Grundsätzlich ist die Ganggenauigkeit von vielen Faktoren abhängig, etwa wann die Uhr aufgezogen oder wie sie des Nachts abgelegt wird, selbst die Temperatur kann eine Rolle spielen. Seien Sie jedoch versichert, dass NOMOS-Uhren nur dann unser Haus verlassen dürfen, wenn sie wirklich alle Tests bestanden haben und einwandfrei ticken.
  • Allergien: Welche Materialien verwendet NOMOS Glashütte, und ist der Edelstahl des Gehäuses nickelfrei?
    Seit Juni 2000 ist die sogenannte Nickel-Verordnung in Kraft. Sie besagt, dass Gegenstände, die unmittelbar und länger mit der Haut in Berührung kommen, nur 0,5 µg Nickel pro cm² Haut/Woche abgeben dürfen. Es spielt im Prinzip keine Rolle, wie viel Prozent Nickel in einer Legierung vorhanden ist. Wichtig ist vielmehr, wie viel Nickel sie an die Haut abgibt.
    NOMOS Glashütte verwendet für alle Gehäuse und Schließen Edelstahl 316 L, sogenannten Chirurgenstahl. Dieser Edelstahl ist nicht völlig nickelfrei, jedoch nickelabgabefrei: Die Beimengung von Nickel beträgt etwa zwölf Prozent. Damit liegt die Nickelabgabe mit weniger als 0,2 µg/cm²/Woche weit unter der von Medizinern geforderten Grenze. Andere Edelstahllegierungen haben zwar einen geringeren prozentualen Anteil, geben jedoch mehr Nickel an die Haut ab.
    Es ist aber nun einmal so: Allergien scheren sich nicht um Verordnungen und Grenzwerte. Wir hören zwar nur in ganz, ganz seltenen Fällen, dass die von uns verwendeten Materialien nicht vertragen werden, dennoch sind allergische Reaktionen nie mit Sicherheit auszuschließen. Menschen, die extrem allergisch reagieren, raten wir, in Absprache mit einem Facharzt ein Material zu wählen, gegen welches aller Voraussicht nach bei ihnen keine Allergie besteht. Unser Ziel ist es, stets solche Materialien zu verwenden, die allgemein am besten vertragen werden. Dies betrifft nicht nur den Stahl. Auch die von uns verwendeten Lederbänder aus Horween Genuine Shell Cordovan werden in einem aufwendigen mehrmonatigen Herstellungsprozess rein pflanzlich gegerbt. Bislang wurden nur zwei Fälle bekannt, in denen jemand allergisch auf NOMOS-Uhren oder -Bänder reagierte. Zwei in 20 Jahren.
  • Kann ich mit meiner Uhr schwimmen, duschen oder in die Sauna gehen?
    Früher trugen unsere Uhren die Beschriftung „wasserdicht bis 30 m“; die Sportmodelle „bis 100 m“. Diese Angaben sind DIN-Norm-Angaben, und leider führten sie immer wieder zu Verwirrung. Denn „30 m wasserdicht“ bedeutet leider nicht, dass Sie mit der Uhr 30 Meter tief tauchen können. Laut DIN-Norm dürfen Uhren als wasserdicht bezeichnet werden, wenn sie gegen Spritzwasser, Schweiß und Regen geschützt sind und 30 Minuten in einem Meter Wassertiefe überstehen. Schwimmen und vor allem Tauchen sind aufgrund der Armbewegungen und der sich dabei ändernden Druckverhältnisse nicht zu empfehlen. Heute bezeichnen wir unsere Uhren daher als wasserdicht „bis 3 atm“, die Club-Modelle „bis 10 atm“, Modell Ahoi „bis 20 atm“.
    Die NOMOS-Uhren, die bis 10 atm und bis 20 atm wasserdicht sind, vertragen also auch den Gang ins Schwimmbad, in die Sauna oder unter die Dusche. Jedoch haben Temperaturschwankungen, Chemikalien etc. immer einen ungünstigen Einfluss auf eine Uhr. Sie greifen das Dichtungsmaterial (Gummi) an, und das führt schließlich zu einer Abnahme bzw. einem Verlust der Wasserdichtheit. Deshalb sollten Sie Ihre Uhr einmal pro Jahr daraufhin überprüfen lassen (das geht bei Ihrem Fachhändler auch ganz schnell). Und auch um Ihr Armband zu schonen, empfehlen wir Ihnen, die Uhr beim Saunagang oder im Schwimmbad abzulegen – es sei denn, Sie tragen Modell Ahoi mit Textilband am Handgelenk: Diese Band macht jeden Sprung ins Wasser mit.
  • Wie, wie oft und wann sollte ich meine Uhr aufziehen?
    Wenn Sie Träger einer NOMOS-Automatikuhr sind, müssen Sie nicht viel tun: Lag sie eine Weile auf dem Nachtschränkchen, drehen Sie nur ein paar Mal an der Krone. Legen Sie die Uhr dann an, zieht sie sich durch die Bewegungen des Armes selbst auf. Die Feder im Automatikwerk spannt sich, egal, wie Sie sich bewegen. Den Besitzern von Handaufzugsuhren empfehlen wir, ihre Uhr regelmäßig – am besten morgens – aufzuziehen. Dann hat sie den ganzen Tag über genügend Kraft, um alle täglichen Belastungen zu meistern.
    Sie ziehen die Uhr auf, indem Sie die Krone zwischen Daumen und Zeigefinger leicht vor- und zurückdrehen . Nach wenigen Umdrehungen wird sich die Unruh in Bewegung setzen. Drehen Sie weiter an der Krone, bis Sie einen deutlichen Widerstand verspüren. Ist Ihre Uhr voll aufgezogen, hat sie eine Gangdauer von etwa 43 Stunden. Ohne erneutes Aufziehen läuft sie also rund zwei Tage. Einzig bei den Uhren mit Datum ist es etwas weniger (etwa 42 Stunden), da das Schalten des Datums die Uhr Kraft kostet.
    Unsere neuen Modelle Lux und Lambda laufen sogar dreieinhalb Tage, 84 Stunden, bevor Sie sie wieder aufziehen müssen. 
  • Schadet es meiner NOMOS-Automatikuhr eigentlich, wenn ich sie immer per Hand aufziehe?
    Es gibt Uhrwerke, bei denen drehen sich alle Räder fast bis zum Rotor, wenn die Uhr per Hand aufgezogen wird. Das spürt man auch beim Aufziehen.
    Die Konstrukteure der NOMOS-Automatikuhren aber haben ihre Werke mit einer Kupplung versehen. Beim Aufziehen von Hand stehen deshalb alle Teile des Automatikaufzugs still. Und so verursacht man auch keinen Verschleiß. Sie können Ihre NOMOS-Automatikuhr also ganz beruhigt jeden Tag erneut von Hand aufziehen, wenn Sie dies möchten, – und sollten Sie es einmal vergessen, übernimmt der Automatikaufzug diese Arbeit still und leise für Sie.
  • Wie kann ich das Datum meiner NOMOS-Uhr einstellen?
    Sie können das NOMOS-Datum sehr einfach und schnell stellen: Sie ziehen die Krone heraus und drehen die Zeiger so lange vorwärts, bis der Schaltvorgang des Datums einmal vollzogen ist. Anschließend drehen Sie die Zeiger um gut drei bis vier Stunden zurück, bis Sie ein leises Knacken hören können. Durch abermaliges Vorwärtsdrehen um rund drei Stunden (zwischen etwa 8 Uhr bis über die Zwölf) erfolgt die nächste Schaltung. Diesen Vorgang wiederholen Sie so lange, bis das richtige Datum erreicht ist. Wenn es nach zwölf Uhr mittags ist, müssen Sie einmal im Vorwärtsgang über die Zwölf hinausdrehen. Dann wird das Datum auch nicht erst nach zwölf Uhr mittags auf den folgenden Tag umspringen.
    Was vielleicht etwas kompliziert klingt, ist in der Praxis ganz, ganz einfach. Probieren Sie es. In Ihrem kleinen Garantiebuch, das Sie zu Ihrer Uhr erhalten, ist auch noch einmal alles ganz genau beschrieben.

  • Wozu dient die Registrierung?
    Dass Ihre Uhr samt Nummer bei uns verzeichnet wird, kann helfen, wenn Sie sie verlieren: Schon häufiger hat sich ein ehrlicher Finder oder auch die Polizei bei NOMOS Glashütte gemeldet – Ihre Uhr kommt dann zurück zu Ihnen.
  • Erhalte ich eine Bestätigung, wenn ich meine Uhr registrieren lasse?
    Auf dem Postweg gehen nur selten Registrierkärtchen verloren und auch online kommt so gut wie alles bei uns an. Deshalb können Sie davon ausgehen, dass uns Ihre Registrierung erreicht hat. Den Eingang bestätigen wir bislang nicht extra, denn wir erhalten täglich einfach sehr, sehr viel Post von unseren Kunden und Fachhändlern. Und wir vermuten, dass auch unsere Kunden froh sind, wenn sich Post von Firmen in Grenzen hält. Und wir stattdessen einfach gute Uhren bauen.
  • Und wenn doch mal etwas nicht klappt, wie es klappen sollte?
    Alle NOMOS-Uhren werden seit der Nummer Eins fortlaufend nummeriert und auf Wunsch mit dem Namen des Käufers registriert. Sie können Ihre Uhr auch selbst auf unserer Website registrieren, unter diesem Link. Falls eine Uhr verloren geht und sie danach bei NOMOS abgeliefert wird, bekommt der Eigentümer sie wieder. Nach Ablauf der Garantiezeit versucht NOMOS, so schnell, kulant respektive so preiswert wie möglich und immer mit Rat und Tat zu helfen.